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SZ/BZ Leben und Menschen

SZBZ 2012-10-01

Der Schwarzwaldverein Sindelfingen auf Tour in den Allgäuer Alpen. Als leichte Bergwanderung ausgezeichnet, gab es Gelegenheiten für manch eine Rast inmitten pittoresker Berge.

Unterwegs im Allgäuer Hauptkamm

01.10.2012 - Von unserem Mitarbeiter Peter Maier

„Leichte Bergwanderung von Oberstdorf über den Allgäuer Hauptkamm ins Lechtal.“ So stand es im Jahresprogramm des Schwarzwaldvereins Sindelfingen zu lesen. Was sachlich klingt, entpuppte sich als beeindruckende Tour voller Naturschönheit.

Eines Freitagmorgens war es endlich so weit. Die Gruppe fuhr umweltfreundlich mit dem Zug über Stuttgart, Ulm nach Oberstdorf. In nur vier Stunden hat die Gruppe ausgeruht ihr Ziel erreicht. Um die Kräfte etwas zu schonen, haben die Wanderer für den Weg durch das Trettachtal bis zur Spielmannsau zwei Kleinbusse gechartert. Bei leichter Bewölkung ging es dann auf dem Europäischen Fernwanderweg E 5 zur Kemptener Hütte auf 1844 Metern Höhe.

Begleitet wurde der Anstieg von einer blühenden Flora. Und der herrliche Blick auf den Muttlerkopf, der wechselnd von vorüberziehenden Wolken verdeckt wurde, und dann wieder vor blauem Horizont immer in der strahlenden Sonne stand. Nur gut, dass Tourenführer Axel Schumacher, der tatkräftig von Gerd Felber unterstützt wurde, alles so gut vorbereitet hatte.

Aufgrund der stabilen Wettervorhersagen war die Kemptener Hütte voll. Zum einen, da mehrere Gruppen die Alpenüberquerung nach Meran hier begannen und zum anderen, weil die Hütte als Einstieg zum Heilbronner Weg gerne genommen wird.

Am nächsten Morgen ging es bei schönstem Wetter zunächst aufwärts über das Obere Mädelejoch zur Krottenkopfscharte auf 2350 Metern. Hier wurden die Rucksäcke deponiert und dann ging es hoch auf den Großen Krottenkopf auf 2657 Metern Höhe. Die Sindelfinger genossen nicht nur die herrliche Sicht auf die Allgäuer und Lechtaler Alpen, sondern bewunderten auch das neue Gipfelkreuz.

Gaudi und Gemütlichkeit

Wieder mit den Rucksäcken auf dem Rücken ging es weiter über das Hermannkar, teilweise durch Drahtseile gesichert zur Hermann-von-Barth-Hütte auf 2131 Metern. Vorher wurde eine ausgiebige Mittagsrast am Hermannkar-See genossen, wobei ein Teilnehmer sich von dem eiskalten Wasser nicht abschrecken ließ, eine kleine Runde zu schwimmen.

Der Namensgeber der höchstgelegenen Hütte in den Allgäuer Alpen ist als Erschließer des Karwendels bekannt. Er bestieg im Sommer 1870 als Alleingänger 88 Gipfel und machte sich als bayrischer Alpenpionier einen Namen.

Die Hütte machte ihrem Wahlspruch: „Musik, Gaudi und Gemütlichkeit“ alle Ehre. Hüttenwirt Harald gab mit seinen kulinarischen Schmankerln sein Bestes. Nach der Ankunft gab es Apfel- oder Topfenstrudel vor der Hütte – bei Sonne pur und Panoramablick auf die Lechtaler Alpen mit Parseier- und Wetter-Spitze.

Nach dem Sonnenuntergang ging es zum gemütlichen Teil. Mit Gitarrenbegleitung besangen die Wandersleute die Berge Tirols. Eine Gruppe aus Au im Bregenzer Wald erfreute die zwischenzeitlich voll besetzte Hütte mit ihren alpenländischen Vorträgen. Dann griff Hüttenwirt Harald zu seinem Akkordeon. Zu seinem musikalischen Repertoire gehörten Tiroler Weisen, bayrische Schmankerln, Schlager, aber auch Sprüche und Witze. Dieser Hüttenabend war ebenfalls ein Höhepunkt der Tour.

Da am Sonntag die Zeit für den Abstieg auf dem Enzensperger Weg und durch das Haglertal zu knapp geworden wäre, wählte die Gruppe den direkten Abstieg ins Lechtal nach Elbigenalp, auch als Schnitzerdorf bekannt. Somit konnte noch die schöne Pfarrkirche St. Nikolaus bewundert werden. Die barocken Deckengemälde verdankt Elbigenalp dem Künstler Johann Jakob Zeiller aus Reute (1708 bis 1783), dessen Talent auch in der Klosterkirche Ettal und in der Benediktinerabteikirche Ottobeuren bestaunt werden kann.

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