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Das ehemalige Gaswerk in Sindelfingen

Dr. Alfred Hinderer

Wie die meisten größeren Städte in Württemberg hatte auch Sindelfingen einst ein eigenes Gaswerk. Es wurde 1903 am Hirnach erbaut und versorgte 30 Jahre lang die Stadt mit Gas und Koks. 1908 schloss sich Böblingen an das Gaswerk an. Mit dem zunehmenden Verbrauch durch die wachsende Bevölkerung und besonders durch die sich rasch entwickelnden Industriebetriebe - vor allem die neuen Daimler Motorenwerke -, reichten die Kapazitäten auch nach einer Erweiterung und einem Neubau nicht mehr aus. Deshalb schloss sich die Stadt im Jahr 1928 an das Ferngasnetz der Technischen Werke Stuttgart an und wurde ab 1933 von ihnen beliefert. Das Sindelfinger Gaswerk wurde danach an die TWS verkauft. Um 1970 erwarb IBM das Gelände und ließ die Gebäude für die neuen Versorgungsgebäude ihres Leiterplattenwerks abbrechen. Heute stehen an ihrer Stelle Gebäude von Mercedes-Benz.

An die Ferngasversorgung erinnert ein Brunnenstock in der Stumpengasse. Er wurde der Stadt von den Technischen Werken Stuttgart zum 50-jährigen Jubiläum der Gasversorgung geschenkt. Heute schlummert er, vom Rost stark angegriffen, im Dornröschenschlaf und wartet auf seine Restaurierung oder vielleicht sogar auf seine Wiederbelebung hier oder an einem anderen Ort.

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