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Enzschleife als Traumschleife

Lembergerland

Bild: Die Wandergruppe im Weinberg Roßwager Halde.

29.11.2019 - SZ/BZ: Rolf Boger , Schwarzwaldverein Sindelfingen

Blauer Himmel und Wald und Weinberge in toller Herbstfärbung. Die Wanderer des Schwarzwaldverein Sindelfingen hatten bei ihrer Wanderung im Lembergerland bei Roßwag einen Traumtag erwischt.

Das Lembergerland erstreckt sich entlang des Mittleren Enztals, von der Flößerstadt Mühlacker über Vaihingen an der Enz bis hin zur Schäferstadt Markgröningen.
Sindelfingen war noch in dichten Nebel eingehüllt und man hoffte, dass der sich bis zur Ankunft im Wandergebiet aufgelöst hat. Dass nach dem Durchfahren des Engelbergtunnels schon strahlender Sonnenschein herrscht, damit hatte keiner der Wanderteilnehmer gerechnet.

Start bei der Enzbrücke

Start der Rundwanderung war an der Enzbrücke im bekannten Weinort Roßwag.
Funde in und um Roßwag deuten darauf hin, dass die Gegend schon in der Merowingerzeit besiedelt war. Erstmals urkundlich erwähnt wird Roßwag bzw. der Edelfreie von Roßwag 1148. Einst stand auf den steilabfallenden Muschelkalkfelsen die Burg Roßwag. Sie wurde schon im 14. Jh. von den Äbten des Klosters Maulbronn eingeebnet. Roßwag hat einen sehenswerten Ortskern mit Fachwerkhäusern und die von den Herren von Roßwag erbaute Martinskirche, eine Wehrkirche.
Die Roßwager Bevölkerung sieht sich gerne zum Heckengäu zugehörig, obwohl es geographisch zum Strohgäu im Naturraum Neckarbecken gehört.

Durch den Muschelkalk

Die Enz hat sich hier auf ihrem Weg zum Neckar mühsam durch den oberen Muschelkalk gearbeitet und dabei zwischen Mühlacker und Vaihingen einige der wenigen Weinbaugebiete Württembergs mit reinen mineralischen Muschelkalkböden gebildet.
Der erste Teil der Wanderung ging, dem Wanderzeichen blaues Kreuz folgend, am Rande des Naturschutzgebiets Schlosswiesen durch herrliche in Herbstfarben getauchte Wald- und Wiesenlandschaft zum Bromberg. Schon vor dem Bromberg eröffnete sich eine herrliche Aussicht über das Naturschutzgebiet, die steilen Weinterrassen und die markanten Felswände um die Enzschleifen.
Nach dem Bromberg ging es über die Enz in den Ort Mühlhausen mit seinen schönen Fachwerkhäusern und vorbei am Schlossgarten und Schloss Mühlhausen, das in Privatbesitz ist, bergauf in die terrassierten Weinberg-Steillagen und über die Stelle, an der einst das Burg Altrosswag stand, zum Schmiechberg. Blickte man bis hier immer zu den Enz, so hatte man nun einen grandiosen Blick in den Stromberg mit seinen Weinbergen und dem hoch oben liegenden Ort Hohenhaslach.
Das letzte Teilstück der Tour führte durch die berühmten Weinhänge „Rosswager Halde“ und über die angeblich 401 Treppen (Stäffele) hinab zum Endpunkt der Wanderung Rosswag. Die Zahl 401 verwendet die Rosswager Weinbaugenossenschaft auch bei der Namensgebung ihrer Weine.

Seit dem 9. Jahrhundert

Der Weinbau geht in Rosswag zurück bis ins 9. Jahrhundert. Als damals die Flussauen an der Enz für den Getreideanbau benötigt wurden, haben Gestaltungs- und Lebenswille die Bevölkerung dazu bewegt, die steilen zur Sonne ausgerichteten Prallhänge der Enz in mühevoller Arbeit zu terrassieren um die wärmespeichernde Wirkung der Trockenmauern zu nutzen und den Weinbau weiterhin zu ermöglichen.
Roßwag hat eine eigene Weinbaugenossenschaft und legt wert auf Weine mit hoher Aromadichte und Qualität.

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